Lanzarote – Vulkane, Vulkane, Vulkane

Auch hier legen wir morgens in Arecife, der Hauptstadt von Lanzarote an. Je weiter wir nach Norden kommen umso kühler werden die Temperaturen. Aber sobald die Sonne rauskommt wird es warm, nur der typische Kanaren Wind weht uns gewaltig um die Nase.
Heute werden wir von „Matze“ einem, schrägen, etwas überdrehten „Crocodile Dundee“ Typ der mit uns eine Vulkantour macht, abgeholt. Matze bringt uns mit seinem klapprigen Bus, gefühlt immer nur im 2. Gang fahrend und mit den Gedanken nicht beim Straßenverkehr zu sein, zum ältesten Vulkan der Insel, den Rabenkessel (Los Cuervos), der 1730 das erste Mal ausgebrochen ist und mehrere Dörfer unter seiner Lava Masse verschüttet hatte. Mit dem Erscheinen der heutigen Caldera de los Cuervos begann der Ausbruchzyklus Timanfaya.  Nach einer ca 1stündigen Wanderung erreichen wir die Caldera de los Cuervos worüber wir den Vulkan ebenerdig betreten können. Während wir das Innere des Kraters bewandern, erzählt Matze uns die Geschichte von dem Pfarrer von Yaiza, Don Andrés Lorenzo Curbelo, der 1730 den Ausbruch des Vulkans und die Gefühle und Angst der Menschen miterlebt und in einem Tagebuch festgehalten hat. Es ist so beeindruckend und spannend diesen Geschichten in dieser Kulisse zuzuhören!

Unser zweiter Stopp ist der Montaña Colorada, der wegen seiner verschiedenen Rottöne seinen Namen bekommen hat aber auch wegen noch einer ganz anderen Besonderheit bekannt ist, der Vulkanbombe, eine riesige Basaltkugel. Die Masse wurde aus dem Vulkan geschleudert und formte sich in der Luft durch den Schub rundlich. Die Dimensionen der Kugel sind erstaunlich, deshalb ist ihre Entstehung noch nicht ganz geklärt. Sie wiegt ungefähr 50 Tonnen und hat eine sichtbare Höhe von ungefähr 5 m. Schon wieder so ein beeindruckendes Naturereignis!

Unterwegs entdecken wir immer mal wieder am Wegesrand grüne Edelsteine,  Olivin genannt, die bei den Vulkanausbrüchen an die Erdoberfläche gelangt sind. Dieser Schmuckstein ist dort häufig zu finden und ist ein Mineral das im Erdmantel vorkommt, hauptsächlich aus Eisenmagnesiumsilicat besteht und eine typisch olivgrüne Färbung aufweist. Wird der Olivin als Schmuckstein geschliffen, heißt er Peridot und ist einem Smaragd sehr ähnlich. Hierüber „Olivin, Peridot“ könnt ihr euch mit einer Webseite verlinken in der Ihre einige interessante Informationen und Wirkungsweisen des Olivin lesen könnt.

Nach diesen wunderbaren Eindrücken der atemberaubenden Landschaft von Lanzarote und den vielen Informationen sind wir hungrig geworden und Matze fährt mit uns in eine typische spanische Tapasbar. Mit einem nicht weniger spektakulären Essen und einem Vodka-Karamell „Absacker“ beenden wir unseren Besuch dieser Kanaren Insel, die wir mit Sicherheit noch einmal besuchen werden, denn es gibt noch so so vieles mehr zu sehen.