Kapstadt „Mother City“

Ein Traum soll wahr werden. Kapstadt! Diese Stadt muss einer der schönsten Plätze unserer Erde sein. Alleine der Gedanke am südlichsten Zipfel Afrikas zu stehen hat uns schon seit Jahren fasziniert. Im Flugzeug
Von Frankfurt nehmen wir den Nachtflug nonstop nach Kapstadt. Früh morgens geht beim Landeanflug die Sonne glutrot über den staubigen Vororten Kapstadts auf. Kurz zeigt sich der Tafelberg, die ersten Sonnenstrahlen treffen ihn schon an seiner senkrechten Flanke und lassen erahnen welch‘ schöne Reise jetzt beginnt.

Wir sind gelandet. Die Luft ist noch klar und kühl. Unsere Füße betreten Afrika! Afrikanischer Trubel ist zu spüren. Noch kurz durch den Zoll, dann stehen wir in der Ankunftshalle direkt unter einer Steinwand auf der übergroß „Welcome to the Mother City“ steht. Airport Cape TownGänsehaut überzieht uns, ja, wir sind angekommen!
Am CarRental treffen wir meinen Onkel, der schon ewig in Südafrika lebt und bei dem wir während unseres Aufenthaltes wohnen werden.
Ich steige in unseren Mietwagen ein, aber das Lenkrad fehlt! Ach, nein, es ist auf der falschen Seite. Nein ich bin falsch. Linksverkehr. Da werden wir uns nun dran gewöhnen müssen. Die Fahrt vom Flughafen zur Lodge meines Onkels ist dann auch das erste große Abenteuer. An jeder Kreuzung schauen wir in die falsche Richtung, Kreisverkehre müssen verkehrt herum benutzt werden und bei jedem Blinkversuch schalte ich den Scheibenwischer ein. Aber wir kommen an. Die Lodge liegt auf einem großen parkähnlichen Grundstück. Sie befindet sich an der Rückseite des Tafelbergs,Waterfront ist von großen schattenspendenden alten Bäumen durchzogen, hat einen großen Pool und sogar einen Tennisplatz, der allerdings etwas in die Jahre gekommen ist. Das Hauptgebäude besteht aus zwei separaten Flügeln, die durch die große Küche miteinander verbunden sind. Das Mobiliar besteht aus alten englischen Möbeln und unser Zimmer ist schön für uns hergerichtet. Aus den Fenstern schauen wir direkt ins helle grün. Nach einem langen Frühstück zu dem auch meine Cousine eintrifft, machen wir uns auf den Weg zur Kap Halbinsel. Es dauert etwas bis wir quer durch die Innenstadt gefunden haben, genießen dann aber die Fahrt am indischen Ozean entlang zu den Pinguinen in Boulders. BouldersVerrückt hier am Strand bei 30° diese lustigen kleinen Burschen im Frack zu beobachten. Sie wackeln durch den warmen Sand oder tauchen ins tief blaue Meer der False Bay. Leider zwingt uns der schon fortgeschrittene Tag zur Weiterfahrt. Bezaubernde Städtchen liegen direkt am Indischen Ozean. Fishhoek und Simons Town könnten wir uns durchaus auch als Wohnorte vorstellen. Dann enden die Häuser und die Kap Halbinsel liegt vor uns. 30km folgen wir ihr, dann endlich wird der südlichste Punkt Afrikas sichtbar. Cape of good hope ist zum Greifen nah. Auf den letzten Metern vor dem berühmten Schild, das diese Stelle markiert kreuzt ein riesiges, angsteinflößendes Pavianmännchen dCape of Good Hopeie Straße, schaut noch kurz grimmig in das offene Seitenfenster und gewährt uns dann den Zutritt zu diesem fantastischen Ausblick auf das Ende des Kontinents und über den endlosen Atlantik. Wir können es kaum fassen, wir wollen diesen Moment spüren, ihn erleben, aber es fällt schwer sich jetzt mental ganz und gar hier zu fühlen. Ein paar kurze Augenblicke, Fotos machen, Steine anfassen, die Seeluft atmen, noch einen Spaziergang an einem nahegelegenen atemberaubend schönen Strand, dann verlassen wir das KapBoo Kap. Blicken noch ein zweimal zurück und machen uns dann auf den Rückweg über den Chapmans Peak. Diese Traumstraße schlängelt sich eng an der steilen wunderschönen Houtbay hinauf bis wir von Westen kommend wieder die Südflanke des Tafelbergs erreichen. Bei untergehender Sonne, zurück auf River Lodge, begrüßen uns unsere lieben Verwandten und wir sitzen bei einem Afrikanischen „Supper“ noch lange auf der Veranda und erzählen Geschichten aus lange zurück liegenden Zeiten…

Wir lassen uns völlig erschöpft in unser komfortables Bett fallen, sind immer noch erregt von den Erlebnissen des ersten Tages in Südafrika, schlafen dann aber noch während wir reden, tief und fest ein.